Rückblick auf das Jahr 2017.

Im Juni 2017 verbrachte ich mit einem Freund  5 Tage in der Grafschaft und einige Stunden in Breslau. Wie immer, war unsere erste Anlaufstelle die liebe Sabina Zawada. Mir lag am Herzen, Frau Tereza Bazala kennenzulernen und natürlich dem Pfarrer Czernal einen Besuch abzustatten. Zufälligerweise ist der Pfarrer am 30. Juni 2017, einen Tag vor unserem Besuch, pensioniert worden. Er sah ausgeruht  aus und wirkte ausgeglichen.

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Im Pfarrhaus; von links beginnend: Krzysztof Iwaniszyn, neuer Pfarrer, mein Freund Gerd, der pensionierte Pfarrer Jzernal, Sabina Zawada.

Der Ruhestand tut ihm sicher gut, außerdem hilft er dem neuen Pfarrer Krzysztof Iwaniszyn, wo er nur kann. Normalerweise geht ein Pfarrer und der nächste beginnt, aber in diesem Fall haben der alte und neue Pfarrer vor der Übergabe ein Jahr zusammengearbeitet. Jedes Jahr im November hat der Pfarrer Czernal eine Messe für die verstorbenen Schlegeler gehalten und der neue Pfarrer wird das selbstverständlich beibehalten.

Besuch im Wittighaus (6)

Von links: Tereza Bazala, Sabina Zawada

Besuch im Wittighaus (4)

Gemütlichkeit im Wittighaus. Von links: mein Freund Gerd, Tereza Bazala und Sabina Zawada.

Frau Tereza Bazala, Präsidentin der Stiftung für die Erneuerung der Region Neurode, wozu auch das Wittighaus gehört, traf sich mit uns im 1. OG. des Wittighauses in einem gemütlichen Zimmer bei Kaffee und Kuchen. Unser Hauptthema war u.a. die positive  Entwicklung  des Verhältnisses zwischen den jetzigen und den früheren Bewohnern von Schlegel.  Sicher werden die meisten Heimatbesucher den Unterschied festgestellt haben. Die Menschen sind uns gegenüber aufgeschlossener und freundlicher. Das Interesse darüber, wer früher in den Häusern bis zum Kriegsende gewohnt hat, ist besonders bei den jüngeren Menschen groß. Darum müssen wir unsere Kinder und Enkelkinder motivieren, bei Besuchen Kontakt zu den Menschen aufzunehmen. Frau Bazala bat mich, ihr einen Bericht über die Entstehung unserer Heimatgemeinschaft zukommen zu lassen. Unser Redakteur des Heimatbriefes, Dr. Horst Stephan, hat den Bericht geschrieben, Sabina Zawada wird ihn ins polnische übersetzen und Tereza Bazala in der Nowa Ruda Presse veröffentlichen.

Ein Ausflug auf die Heuscheuer durfte natürlich nicht fehlen und es ist bemerkenswet, welch gewaltige Anziehungskraft dieses Felsmassiv seit Jahrhunderten auf die Menschen aller Nationen hat. Manche junge Frauen trugen ihre Kleinkinder auf dem Arm durch das Labyrinth, in dem man

Ausflug Heuscheuer (20) schon ohne jegliche Last auf den zum Teil holprigen Felswegen und engen Spalten auf Stabilität achten muss. Aber es ist immer wieder ein einmaliges Erlebnis und man kann jedem Grafschaftbesucher nur zu eiAusflug Heuscheuer (28)nem Aufstieg raten.Ausflug Heuscheuer (31)

Der Aufstieg selbst ist in ca. 30 bis 40 Minuten zu schaffen, aber das einzigartig urige Erlebnis ist die Durchwanderung des Felslabyrints mit seinen schönen Aussichtsflächen in die Grafschaft Glatz und Tschechei.

 

 

 

 

 

 

Wer lange nicht in Beslau war, wird über die Veränderungen staunen; supermoderne Gebäude und Tiefgaragen auf dem neuesten technischen Stand neben fachgerecht renovierten denkmalgeschützten historischen20170706_124322 Häusern. Warum Breslau? Im Mittelpunkt der Heimatgemeinschaft Schlegel steht zwar Schlegel und die Grafschaft Glatz, aber die gehörten schließlich zum Regierungsbezirk Breslau, der Hauptstadt von Niederschlesien. Breslau ist mit dem Auto in ca. 1,5 Std. von Schlegel aus erreichbar.

 

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Im Rathaus fand eine Ausstellung statt, in der u.a. in deutscher Sprache die jahrhundertelange Bau- und Umbauphase demonstriert wurde. Außerdem eine Ausstellung über schlesische Künstler. Die nachfolgenden Bilder sind hiervon ein kleiner Ausschnitt.

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Sanierung des Grabdenkmals von dem in Schlegel geborenen Akademie Professor Wilhelm Hauschild.

Grabdenkmal 2016

Grabdenkmal nach derRestaurierung im September 2017

Was verbindet Miroslaw Jeczala mit Prof. Wilhelm Hauschild? Miroslaw Jeczala ist am 14.05.1969 im Krankenhaus in Neurode geboren und wohnte in Schlegel in der Kombatantòw Straße,  eine Nebenstraße der Konsumstraße. Mit 35 Jahren zog Miroslaw nach Bayern und lebt heute mit seiner Familie in München.

Auch Prof. Hauschild ist in Schlegel geboren und später nach München gezogen, ferner ist der Todestag von Prof. Hauschild der Geburtstag von Miroslaw Jeczala.                  Beim Besuch im Schloss Neuschwanstein  bewunderte er die Werke des Professors und der Eindruck bewog ihn dazu, mehr über ihn zu erfahren.  U.a. erfuhr er, was wohl auch nicht alle Schlegeler wissen, dass  der Professor Hauschild die Bilder für die Pfarrkirche, die Kreuzwegstationen, die Kapelle in Schlegel und einige Kirchen in Niederschlesien gemalt hat.

Herr Jeczala beschloss, die Grabstätte von Prof. Hauschild zu suchen. Er fand sie, war aber über den Zustand des Grabdenkmals entsetzt. Daraufhin nahm er Kontakt zu unserer Heimatgemeinschaft auf und informierte uns darüber. Einstimmig beschlossen wir(der Vorstand), das Grabdenkmal restaurieren zu lassen.  Da das Grabmal unter Denkmaschutz steht, konnten wir nicht direkt eine Firma beauftragen. Herr Jeczala  holte beim Städtischen Friedhofsamt in München ein Angebot ein und wir gaben die Restaurierung in Auftrag.

Unter Aufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege wurde das Grabdenkmal restauriert.